Übersicht unserer Dozent:innen
Dozent:innen A-Z
Dr. Torsten Reters
Kurse (5)
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Demokratie in Gefahr!
Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit machte US-Präsident Trump klar, dass er, der "Strongman", lieber per Dekret regiert als sich demokratischer Entscheidungsprozesse zu bedienen. Es zeigt sich, dass Populisten wie Trump globale Institutionen (WHO, NATO) erschüttern, dazu Gesundheit (Klima, Corona), Frieden sowie Bildung (Abschaffung des US-Bildungsministeriums) bedrohen. Unterstützt wird Trump von Tech-Giganten, rechten Think-Tanks, Evangelikalen usw. Was ist Ziel ihrer Politik? Und was bedeutet das für Deutschland? Welche Persönlichkeitsstrukturen und Einstellungen verbergen sich hinter den Parolen von Typen wie Trump, Musk und ihren populistischen Fans?
Von "Mabuse" zu "Metropolis"
In den 20er Jahren wurde der Österreicher Fritz Lang zu einem der berühmtesten Regisseure des deutschen Kinos. Mit seinen Werken, allen voran dem Weltkulturerbe "Metropolis", sorgte er für großes Aufsehen - und trieb seine Auftraggeber (die deutsche Ufa) in die wirtschaftliche Krise. Langs Filme sind (nach Kracauer) Zeugnisse der präfaschistischen Mentalität in Deutschland vor Hitlers sog. "Machtergreifung" (etwa: "Die Nibelungen", "Dr. Mabuse", "Metropolis"). Im II. Weltkrieg, aus dem Exil in den USA heraus, skizzierte Lang, zusammen mit Brecht, die NS-Terror-Herrschaft über Europa. ("Auch Henker sterben"). Der Vortrag (mit Filmeinspielungen) gibt einen Überblick über Langs Leben und die Inhalte der im Text genannten Filme.
"Damit dein Leben nicht zum Tollhaus wird!"
Oft sind wir selbst die Urheber unserer „Probleme“, ohne es zu bemerken, wissen Paul Watzlawick („Anleitung zum Unglücklich-Sein“) und Martin Wehrle ("Den Netten beißen die Hunde"). Fehlinterpretationen und nicht funktionierende Lösungen schaffen häufig problematische Situationen. Mit Hilfe von Video-Spots zeigt die Veranstaltung, 1. wie festgefahrene Gesprächs- und Verhaltensmuster „Probleme“ erzeugen. 2. wie wir aus derart schwierigen Situationen herausfinden können. 3. wie wir entspannter mit uns und bösartigen Menschen (Narzissten) umgehen sollten. Auf dem „mittleren Pfad“ des Buddha entdecken wir Wege zu mehr Gelassenheit und tieferen Lebenssinn (Schmid). Auf den Spuren von Fromm, Frankl und Watzlawick lernen wir, was man tun kann, wenn Probleme nerven und wie man diesbezügliche Lösungsstrategien entwickeln kann!
Ludwig II:
Als Märchenkönig lebte Ludwig (1845-1886) in seinen von Wagners Opern inspirierten Traumschlössern. Seinem pazifistischen Plan eines „Dritten Deutschland“ stand Bismarcks Kriegslust gegenüber. Seine homoerotischen Vorlieben scheiterten an den Moralvorstellungen seiner Zeit ebenso wie seine absolutistischen Neigungen. Noch heute wird der kunstliebende König nostalgisch verklärt und in seiner Tragik geliebt. Seine Entmachtung durch die bayrische Regierung und sein ominöser Tod im Starnberger See sind Stoff für eine der interessantesten Biographien des 19. Jahrhunderts. Das kuriose Leben des gescheiterten, als „geisteskrank“ erklärten Wittelsbachers wird mit Hilfe von Filmeinspielungen dargestellt, sein Ende als politischer Kriminalfall und psychologische Skizze geschildert.
„Wie Bismarck das Deutsche Reich erzwang!“
Infolge der von Preußen angeführten „Einigungskriege“ gegen Dänemark, Österreich und Frankreich wurde im Januar 1871 in Versailles das Deutsche Reich gegründet. Diese autokratische Staatsgründung (der Fürsten) erreichte machtvoll, wovon deutsche Demokraten und Liberale 1848 geträumt hatten. Fürst Otto von Bismarck setzte die Reichsidee gegen innere (u.a. König Ludwig II. von Bayern) und äußere Widerstände (Frankreich) mit diplomatischer Finesse und Waffengewalt durch. Der neue preußisch-protestantisch ausgerichtete Nationalstaat war keine echte Demokratie und bekämpfte seine Widersacher (insbesondere Sozialisten, Katholiken) hart. Außenpolitisch war Bismarck – nach seinen aggressiven Anfängen – ab 1871 um eine Politik des Ausgleichs bemüht, ehe unter Wilhelm II. „Weltmachtphantasien“ Raum gewannen und das Reich in den Ersten Weltkrieg "taumelte".