"Gegen Antisemitismus - für Menschlichkeit"

Antisemitismus - im deutschen Kaiserreich (1871-1918) am Beispiel der Universitäten oder "Der Berliner Antisemitismusstreit" "Gegen Antisemitismus - für Menschlichkeit"

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Dienstag, 27. August 2024 16:30–18:00 Uhr

Kursnummer 152
Dozent Dr. Karl Lauschke
Sozial- und Wirtschaftshistoriker
Datum Dienstag, 27.08.2024 16:30–18:00 Uhr
Gebühr 5,00 EUR
Treffpunkt

ParkAkademie
- Forum für Bildung und Begegnung e.V.
Florianstraße 2
44139 Dortmund

Westfalenpark - Eingang Baurat-Marx-Allee

Kursort

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Im Antisemitismus hatte man im 19. Jahrhundert in gebildeten Kreisen ein Relikt rückständiger, mittelalterlicher Ansichten gesehen. Ganz im Sine der Aufklärung hatte man geglaubt, dass er mit zunehmender Bildung verschwinde. Umso erstaunlicher war es, dass der angesehene Historiker Heinrich von Treitschke 1879 in einem Aufsatz der „Preußischen Jahrbücher“ einem Antisemitismus das Wort redete und ihn damit akademisch adelte. Mit Ausnahme des liberalen Historikers Theodor Mommsen verwahrten sich nur jüdische Gelehrte und Politiker gegen diese judenfeindliche Attacke aus dem Munde eines hochrangigen Universitätsprofessors. Viele schwiegen. Der Antisemitismus fand in der Folge zunehmend Resonanz im Bildungsbürgertum. Der Vortrag wird diesen Bruch in der deutschen Geschichte, der durchaus als Vorstufe für das „Dritte Reich“ begriffen werden kann, untersuchen und zur Diskussion stellen.

Dr. Karl Lauschke Sozial- und Wirtschaftshistoriker